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Bewertung Gruppenreisen
Xin Chào (Hallo) Vietnam!
Das schmale Land im fernen Osten beeindruckt nicht nur mit der Schönheit der Natur, weißen Sandstränden, unglaublich farbenfrohen Pagoden, in die Jahre gekommenen Kolonialbau-ten, Reisfeldern, kulinarischen Köstlichkeiten und chaotisch anmutendem Verkehr mit Millionen von Mopeds, sondern zwingt seine Besucher auch, zumindest ein bisschen in die Geschichte des Landes einzutauchen, weil Sie einem quasi an jeder Ecke begegnet.
 
Organisiert hatte die Reise Indochinatravels (www.indochinatravels.com) – eine auf Indochina spezialisierte Reiseagentur, die sowohl für Gruppen wie auch Individualtouristen zugeschnittene Programme  anbietet  und  wirklich  zu empfehlen ist. Zu keinem Zeitpunkt unserer individuellen Reise traten orga- nisatorische Probleme auf – alles war perfekt und klappte wie am  Schnürchen.
 
Wenn man mal von den Reiseunterlagen, einem Reiseführer und dem Gepäck absieht, traten wir unsere Rundreise nach Vietnam wenig vorbereitet an und landeten Ende Januar 2016 bei überaus nasskaltem Wetter in der Hauptstadt Hanoi. Die Metropole empfing uns freundlich, grau, fast ein bisschen trist und schmutzig. Die Straßen rechts und links gesäumt von Läden, einer am anderen mit ihren Auslagen, die erst kurz vor dem tosenden Verkehr, beherrscht von unzähligen Mopeds, aufhörten. Im ersten Moment erschien es unvorstellbar, je eine Straße zu Fuß zu überqueren. Aber wir trauten uns dann doch, nachdem wir verstanden hatten, dass man einfach langsam loslaufen muss. Und wirklich, es klappt; wir haben auf unserer Reise glücklicherweise keinen einzigen Unfall erlebt, was wohl auch daran liegen mag, dass zwar alle fahren, aber doch auf eine ganz eigene Weise gefühlt umsichtig und langsam.
 
In Hanoi waren wir im Tirant Hotel untergebracht. Keine   Luxusherberge aber ausreichend und mitten in der Altstadt gelegen – zudem mit Roof top Restau- rant für den Blick über die 6 Millionen Metropole, in dem man gut einen  Abend verbringen kann. Somit idealer Ausgangspunkt für alles Sehenswerte, begleitet von unserem dt. Reiseleiter Chau samt Fahrer. Wir starteten gleich mit dem um die Ecke gelegenen, 700 m langen Hoan Kiem („See des zurückgegebenen Schwertes“), der früher Rückstausee des Roten Flusses war. Der Legende nach übergab eine riesige goldene Schildkröte im 15. Jhd. dem armen Fischer Le Loi ein magisches Schwert, welches ihn unbesiegbar machte. Nach erfolgreicher Schlacht kam er zum See zurück, um den Göttern zu danken und sogleich tauchte die goldene Schildkröte wieder auf, um das Schwert zurück zu fordern, welches sodann emporstieg und sich in einen jadefarbenen  Drachen  verwandelte.  Zum  Dank  errichtete  Le  Loi  auf einer kleinen Insel im See den dreistöckigen Schildkrötenturm (Thap Rua). Und unglaublicher Weise wurde 1968 tatsächlich eine 2,10 m lange und 250 kg schwere Schildkröte aus dem See geborgen, welche ca. 400 Jahre alt gewesen sein soll. Heute ist sie im Jadeberg-Tempel (Den Ngoc Son), der sich auf einer kleinen Insel im nördlichen Teil des Sees befindet, ausgestellt. Im See lebt noch eine weitere Riesenweichschildkröte – sie hat sich uns aber leider nicht vorgestellt.
 
Nicht fehlen darf das Ho-Chi-Min-Mausoleum. Hier liegt Onkel Ho (1890-1969) einbalsamiert und wirkt fast wie ein Schlafender. Begleitet von  vietnamesischer Schlagermusik schlängelt sich der Fußweg gesäumt von Weißuniformierten bis zur letzten Ruhestädte, die mit strengem Blick jeden Besucher beobachten. Jeder Vietnamese muss mindestens einmal dort gewesen sein, denn wie kein anderer in der Geschichte Vietnams steht er für die Freiheit und Unabhängig-keit des Landes. Überall im Land stehen seine Statuen, findet man sein Gesicht! Man kann sich des Eindrucks nicht  erwehren, dass sein Einfluss bis in die Heut Zeit reicht. Bedenkt man, dass Vietnam jahrhundertelang Invasionen auslän-discher Mächte (vor allem China, Japan, Frankreich und USA) unterworfen war, mit all dem Leid und der Knechtung der Bevölkerung, lässt uns Touristen vermutlich nur annähernd erahnen, welchen Idol-Charakter Onkel Ho für die Vietnamesen in Wirklichkeit hat.
 
Richtig schön ist auch ein Kunsthandwerk Vietnams, nämlich Intarsienarbeiten mit Eier-/Entenschalen, die zu Bildern, Schalen, Vasen bis hin zu Möbeln verarbeitet werden. Die kleingestoßenen Schalen werden mit einer Pinzette auf das Trägerholz aufgebracht und dann mit Lack überzogen. Nach dem Trocknen wird der Lack bis zur Höhe der Eierschale abgeschliffen. Der Vorgang wird solange wiederholt (15-20 x) bis kein Höhenunterschied mehr zwischen den Bereichen mit bzw. ohne Schale zu spüren ist. Chau erklärte uns alles ganz genau und brachte uns in eine „Fabrik“, in der wir bei den einzelnen Arbeits-schritten zusehen und natürlich auch kaufen konnten. Solche Fabriken gibt es auch in Ho-Chi-Minh-City. Wir persönlich haben die besten Arbeiten in Hanoi gesehen und geben dafür unseren Einkaufstipp ab. Überhaupt kauft man nach unseren Eindrücken am besten im Norden ein   (z.B. auch Krokodil- oder Schlangenlederprodukte, sofern man das mag).
 
Besonders angesprochen hat uns noch der Literaturtempel (Van Mieu), erste Universität Vietnams und zugleich konfuzianisches Kulturzentrum. Eine große Tempelanlage mit Gebäuden und Höfen, bei denen man u.a. auch bekannt- schaft mit den in Vietnam heiligen Tieren macht, als da sind:
 
Der Drache, Symbol für Macht und übersinnliche Kräfte, das Einhorn aus der Fabelwelt (Qilin), als Zeichen für Glück und Frieden, die Schildkröte für die Weisheit stehend und schließlich Phönix, der die Schönheit symbolisiert.
 
Gleichermaßen tauchen die heiligen Tiere auch im Wasserpuppentheater wieder auf. Gemessen an der Beliebtheit und den Hinweisen in den Reiseführern ist ein Besuch quasi obligatorisch. Und ja, man sollte es gesehen haben. Die Bühne ist ein Wasserbassin hinter dessen Vorhang die Darsteller ihre Figuren an 3-4m langen Holzstäben geschickt bewegen und damit vietnamesische Geschichten erzählen. Z.B. die von der Schildkröte und Le Loi auf dem Hoan Kiem See oder auch die der Fischer und Reisbauern - immer begleitet von einem vietname-sischen Orchester, das rechts und links der Bühne steht.
 
Am nächsten Tag kamen wir nach ca. 3,5 stündiger Autofahrt durch flaches Land mit Reisfeldern soweit das Auge reicht und kleinen Städtchen in  de
n. Begleitet von unserem dt. Reiseführer Chau ging’s rauf auf die Dschunke mit ca. 10 hübsch ausgestatten Kabinen. Mittagessen und dann raus in die spektakuläre Bucht mit ca. 2.000 Kalksteinfelsen – eiszeitliches- und zu Recht Unesco-Welterbe.  Wirklich unglaublich beeindruckend  ist das Bild, das sich trotz regen- und nebelverhangenem Himmel vor uns auftut.
 
Nachdem Chau und ich am nächsten Morgen um 6.00 Uhr bei gefühlten 8° mit Chi Gong Körper und Geist in den rechten Fluss gebracht hatten, ging’s bereits um acht Uhr in eine der Tropfsteinhöhlen im Felsenmeer. Effektvoll beleuchtet führt uns der Rundweg durch saalartige Gewölbe mit Stalagmiten und Stalaktiten, die fantasievolle Interpretationen der Formen herausfordern.
 
Zurück an Bord gibt’s schon wieder Essen und dann ist die Fahrt auch schon fast vorbei. Mit einer ganzen Reihe weiterer Dschunken legen wir am frühen Mittag wieder an und sind nun quasi bereit für den Weiterflug nach Saigon - oder besser gesagt Ho-Chi-Minh-City. Bis es soweit ist zeigt uns Chau auf dem Rückweg noch ein richtiges Bauerndorf (Reisbauern). Als wir zu Fuß durch den Ort gehen, merken wir an den Gesichtern, dass sich Touristen eher selten hierher verirren und Chau gibt ihnen ein paar erklärende Worte. Hier sind die Häuser im Vergleich zu den Städten größer, haben ein bisschen Grund und überall springen Kinder und Hunde herum. In der Mitte vom Dorf gibt es auch eine katholische Kirche; hier leben demnach überwiegend Christen. Das mit den Religionen in Vietnam ist grundsätzlich nicht so einfach - es sind ja auch reichlich Einflüsse fremder Nationen da – und eigentlich wird behauptet, dass die meisten Atheisten sind. Jedenfalls leben alle Religionen friedlich „side by side“ und betreiben – im Vergleich zu Europa – einen ziemlich großen Ahnenkult gleich welcher Religion sie angehören. Chau bringt uns noch fast bis in den Flieger und wir können wirklich sagen, dass er uns fantastisch  betreut hat.
 
In Ho Chi Minh city mmen wir zu später Stunde an und wie schon in Hanoi werden wir mit Schild am Flughafen erwartet.
 
Die Stadt empfängt uns mit der Wärme, nach der wir uns gesehnt hatten und einem westlichen Bild einer tosenden Metropole – so als würden wir rd. 1700 km südlich von Hanoi in eine andere Welt eintauchen. 8 Mio. zzgl. 2-3 Mio.
„ungezählte“ Menschen sollen hier leben mit ca. 4 Mio. Mopeds und ca. 1 Mio. Autos ... ein schönes Chaos. Auch im Hotel Grand Silverland werden wir sehr freundlich empfangen, alles scheint heller, lichter und westlicher als in Hanoi – auch unser Hotel ist schöner und das Frühstück wirklich super.
 
Hier ist nun Loc unser Reiseleiter, ein junger Mann, der sein relativ gutes Deutsch in der Schule gelernt hat und dessen Bruder in Deutschland lebt.
 
Am nächsten Tag macht er bei 30 ° und Sonne mit uns den Schnelldurchlauf: Mit dem Auto und einem sehr waghalsigen Fahrer geht es zu den ca. 70 km entfernten Tunneln von Chu Chi, dem Tunnelsystem das im Vietnam-Krieg (1960-1975) von größter Bedeutung war. Chau hatte uns auch einiges vom Vietnam-Krieg und den Besatzerzeiten (franz. Kolonialzeit) berichtet, aber hier bekam die Zeit der kriegerischen Auseinandersetzung für uns ein neues Gesicht und wir versuchten uns neben dem was Loc berichtete und dem Propaganda-Material, das einem Vorort präsentiert wird, über das Internet weitere Informationen zu beschaffen, um eine einigermaßen objektive Sicht auf die Abläufe, Gründe für die amerik. Invasion usw. zu bekommen.
 
Wenn man in die Tunnel hinabsteigt und die Zeugnisse dieser vielen schrecklichen Jahre mit so furchtbar vielen Toten an allen möglichen Orten sieht, dann kann man eigentlich gar nicht anders, als über das schwarz-weiß Gemalte hinaus schauen zu wollen – was wir auch jedem Vietnam-Besucher nur  empfehlen können.
 
Nach den Tunneln ging’s zurück nach Ho-Chi-Minh City, wo die üblichen Touristen-Stationen auf uns warteten:
 
Der Wiedervereinigungspalast (amerik. Botschaft), die Kirche  Notre  Dame, das alte Postamt, die Oper und ein wunderschönes Rathaus, das auch heute noch als solches genutzt wird. Nicht zu vergessen China Town, das Kriegsmuseum und die Markthallen, direkt neben unserem Hotel.
 
Am Abend genossen wir vom Rooftop Restaurant unseres Hotels die schöne Sicht auf die belebte Stadt und hatten hier eine kleine, ruhige Oase fast per Zufall gefunden, denn das Restaurant sowie der Pool, ebenfalls ganz oben, sind nicht besonders erwähnt oder ausgeschildert.
 
Am   nächsten   Tag   brachen  wir  zusammen  mit  Loc   zu   unserer Mekong Kreuzfahrt auf. Auf dem Weg dorthin besuchten wir noch eine Pagode, die farbenfroher nicht sein könnte – wirklich ein Augenschmaus!
 
Noch am Vormittag hatten wir eins von den kleinen Zubringerbooten erreicht und wurden mit Stopps bei div. kleinen Herstellern (Karamellbonbons, Puffreis etc.) zu unserem eigentlichen Ziel, dem Bassac Boot gebracht. Auch hier 10 hübsche Kabinen - alles im Kolonialstil hergerichtet. Wie schon zuvor läuft das Programm komplett durchgetaktet ab – ein bisschen zu viel davon nach unserem ganz persönlichen Geschmack, aber da blieb uns keine andere Wahl. Auf dem Mekong, oder besser gesagt auf einem vergleichsweise kleinen Stück seiner zahlreichen Arme steuerten wir am Nachmittag einen Landgang an, bei dem uns dann zahlreiche tropische Früchte zum Augen- und Gaumenschmaus dargereicht wurden. Einfach nur lecker! Bei unserer kleinen Entdeckungstour kamen wir auch dem eigentlichen Reiskorn    endlich ziemlich nah und konnten unseren Blick durch Gitter auch in eine Dorfschule richten. An den Wänden die vietnamesische Flagge und Bilder von Onkel Ho, eine sehr karge Einrichtung und so gar nicht unsere Vorstellung von Schule.
 
Ohne Chi Gong aber trotzdem früh schipperten wir am nächsten Morgen zu den sogenannten schwimmenden Märkten. Imposant ist es, wie ein Markt auf dem Wasser stattfindet und genauso imposant, dieses bunte Treiben anzusehen. Was auf einem Boot angeboten wird, kann man schon von weitem erkennen, da die Waren an einer langen Bambusstange hängend aufgestellt werden. Viele kleine Boote fahren hin und her, Männer und Frauen mit Reishüten kaufen und laden ein, und fahren zum Teil schwer beladen wieder davon...
 
So war die 2 Tages Mekong-Kreuzfahrt im Grunde nach 24 Stunden schon wieder vorbei und zum Abschied machten wir noch einen Zwischenstopp bei einem Reisnudelhersteller.
 
Bis zum Weiterflug nac Phu Quoc lieb noch ein bisschen Zeit in  Saigon und so konnten wir noch einmal den Blick über die Millionenmetropole bei sehr angenehmen nächtlichen Temperaturen genießen. Wer Zeit sparen will, kann vom  Mekong  Delta  per  Schiff  oder  auch  von  einem  näher      gelegenen
Flughafen schneller nach Phu Quoc kommen – so war jedenfalls die Aussage von unserem Reiseleiter, Loc.
 
Auch die Insel begrüßte uns wieder mit Schild – dieses Mal kamen gleich 2 uniformierte Herren vom Hotel Mercure. Whow – wir waren begeistert. Höchstens 5 Minuten später waren wir schon im Hotel. Der Zimmerbezug klappte problemlos und der Sonnenuntergang, der uns gleich erwartete war überzeugend genug, die einigermaßen strapaziösen Tage von Nord nach Süd, nur noch von ihrer beeindruckenden Seite zu sehen. Eine ganze Woche Sonne, Strand, Meer + kulinarische Genüsse warteten nun noch auf uns.
 
Aber wir genossen die Tage nicht nur in der Horizontalen, sondern machten uns bei durchweg traumhaftem Wetter (immer um 30°) auch zu Inselerkundungen auf. Das Hotel selbst liegt ca. 7 km von der Hauptstadt Duong Dong entfernt. Den Süden eroberten wir per Fahrer und Auto vom Hotel Mercure.
 
Hier besonders interessant die Pfefferplantagen, eine traumhaft schön direkt am Meer gelegene Pagode, der wunderschöne, weiße Sandstrand von Bai Sao (Bai Sao Beach) und nicht zu vergessen das ehemalige Gefängnis der Amerikaner während des Vietnamkriegs.
 
Den Norden erkundeten wir mit vietnamesischem Mundschutz via Moped! Viele viele Resorts befinden sich hier in der Entstehung, auch Freizeit-/Ver- gnügungsparks für deren Bauvorhaben unendlich viel Wald gerodet wurde. Natürlich fragt man sich da, wer dort alles Urlaub machen soll und ob es nicht viel nachhaltiger wäre,dieses Stück Paradies zu bewahren...
 
Die Wege an der Küste nach Norden und dann zurück durch den noch ursprünglichen Wald sind holprig und schier endlos – jedenfalls waren wir froh, als wir im Hotel zurück waren.
 
Organisiert hatte uns alles der Restaurantmanager des Hotels, Chinh, der sich in der ganzen Zeit unseres Aufenthalts wie selbstverständlich um unser absolutes Wohl kümmerte. Er organisierte Wagen, Fahrer und Moped und  alles zu super günstigen Preisen – direkt ‚ab‘ und ‚an‘ Hotel. Einfach top, sein Service!
 
Fußläufig vom Hotel über den Strand erreicht man nach ca. 10 Gehminuten eine Perlenfarm, die Phu Quoc Perls. In der Ferne sieht man auch die Perlen- farmen im Meer liegen. Hier kann man sie kaufen oder sich auch Stücke anfertigen lassen. Uns war es eine Freude, Touri-Bussi kommen und abfahren zu sehen und wir machten uns einen Spaß daraus, schon bei der Ankunft zu beratschlagen, wer mit Tasche herauskommen würde und wer nicht. Ich hatte natürlich auch irgendwann mein kleines Täschchen, aber das nur ganz nebenbei. Getränke kauft man dort besser in der Landeswährung  Dong, denn wer mit Dollar oder Euro zahlen muss, zahlt etwa das Doppelte. So  halfen wir so manchem bierdurstigen Mann, der auf seine perlendurstige Frau wartete gerne mal aus...
 
Während unseres Aufenthalts wartete im Übrigen noch DER Event des Jahres auf uns, nämlich Silvester. In Vietnam wird der Jahreswechsel nach dem chin. Kalender begangen und ist für alle Vietnamesen das größte Fest des Jahres.
 
Im Rahmen des Ahnenkults werden zahlreiche Gaben (Früchte, Papiergeld usw.) symbolisch verbrannt und somit an die Ahnen gen Himmel geschickt. Bereits Wochen vorher beginnen die Vorbereitungen und Einkäufe; Mandarinenbäume werden aufgestellt und dekoriert, so wie bei uns der Weihnachtsbaum und auch die Geschäftigkeit der Menschen ist vergleichbar mit dem Trubel und Stress, der bei uns vor den Weihnachtstagen herrscht. Der Brauch beinhaltet ebenfalls ganz besondere Gerichte, die speziell an Silvester gekocht werden und man verbringt die Tage um und nach Silvester zu Hause bei seiner Familie. Die Geschäfte haben ausnahmsweise geschlossen – alle machen Pause.
 
So haben wir also auch dieses Highlight miterleben dürfen und feierten ein zweites Mal Silvester, nämlich auf dem ehemaligen Flughafengelände in der Inselhauptstadt, auf dem eine Konzertbühne aufgebaut war und  Einheimische mit kleinen Ständen aufwarteten. Um 22.00 Uhr startete dann ein von der Stadt organisiertes Feuerwerk für ca. ½ Stunde und dann ging die Menge wieder seiner Wege – wir zurück ins Hotel.
 
Am nächsten Morgen wurde auch im Hotel das Neujahrsfest = Tet-Fest gefeiert. In rot, gold und grün kostümierte Figuren tanzten nach vietnamesischen Klängen um für das neue Jahr Glück, Geld, Segen, Gesundheit und Hoffnung zu bringen.
 
Insgesamt ist das Hotel sehr zu empfehlen. Hätten wir gewusst, dass es fußläufig keine Alternative für das Abendessen gibt, hätten wir Halbpension gewählt, aber wir kamen auch so sehr gut klar und fanden jeden Abend etwas Leckeres in der Karte. Die Gästestruktur im Hotel ist gemischt, immer wieder tauchen auch deutsche Reisegruppen mit z. T. älteren Herrschaften auf, die für 1-2 Tage Zwischenstopp auf Phu Quoc machen, um dann z. B. in Kambodscha ihre Rundreise fortzusetzen. Der Strand vom Hotel  ist endlos, man kann also laufen bis einem die Füße qualmen oder es sich auch vorher auf einem der bequemen Liegen am Strand oder Pool mit einem Buch gemütlich machen.
 
Postkarten schreiben ist scheinbar schon antiquiert, jedenfalls haben wir  weder in Hanoi noch in Ho-Chi-Minh-City welche in den entsprechenden Läden gefunden. Auf unseren besonderen Wunsch hat Chinh ein paar für uns im Hotel „ausgegraben“ (sie waren einzeln in Cellophan verpackt) und frankiert (wir hatten die Briefmarken vorsorglich im alten Postamt in Saigon gekauft und mussten sie nun auch los werden) auf die Reise nach Deutschland gegeben. Nun, nach knapp 2 Monaten ist noch keine unserer Karten angekommen, aber wir haben es zumindest versucht und warten mal ab.
 
Auch der letzte Sonnenuntergang, den wir auf der Insel erleben durften, lud nicht zur Abreise ein, so wie das freundliche, kleine schlanke gleichsam arbeitsame Volk und Land – kommunistisch geführt (Einparteiensystem); jedoch mit einer relativ freien Marktwirtschaft-, das wir in den zurückliegenden 15 Tagen ein bisschen kennen und sehr schätzen gelernt haben – so wie auch die berühmte Nudelsuppe, die wir in allen Variationen auch „auf der Straße“ gegessen  haben  und  für  den  Moment  erst  mal  nicht  mehr brauchen...
 
Fazit: es war eine unglaublich tolle Reise übervoll mit spannenden Momenten und Eindrücken, die wir auf unserer Tour durch die Welt keinesfalls missen möchten!
Tipps:
 
• Bei einer Rundreise durchs Land für den Norden unbedingt richtig warme
Kleidung einpacken und so getrennt packen, dass man nicht bei  jedem Stopp alles auspacken muss. Auf den Schiffen am besten nur einen Koffer mitnehmen und das restl. Gepäck im Hotel oder beim Fahrer    lassen    (Sicherheit    war    bei     uns     nie     ein     Problem). Zur Orientierung kann man den Wetterprognosen auf div. Apps trauen. Gebraucht wird am meisten „Casual“, d.h. bequeme Kleidung und Schuhwerk, das auch Regen standhält. Auf umfangreiche Abend- garderobe kann man auf der Rundreise getrost verzichten.
• Dong kann man in Dt. nicht tauschen. Bei der Ankunft am Flughafen  am besten nur 100 EUR tauschen, dann zur Bank gehen – bester Kurs und keine „Blüten“. Für Kleinigkeiten unterwegs immer Dong dabeihaben.
 
• Den Reiseleitern haben wir je 50 EUR Trinkgeld gegeben. Den Fahrern je nach Fahrkünsten um 10 EUR. Dollar sind nicht erforderlich.
• Auf der Insel ist Mückenschutz wichtig.
• Einkaufen am besten im Norden (Hanoi).
• Vorab mal in die Geschichtsbücher schauen hilft …
• Sicher haben wir uns zu  jedem  Zeitpunkt  gefühlt!;  trotzdem  gelten  die üblichen Standards für Reisen.
• Auch wenn die Phonetik der vietnamesischen Sprach unglaublich schwer ist, machen sich ein paar Worte natürlich immer gut!
• Englisch sprechen eher die jüngeren Leute, oft schnell und undeutlich, so dass eine „reibungslose“ Kommunikation nicht grundsätzlich vorauszu-setzen ist. Man ist gut beraten, die Orga in ortskundige und kompetente Hände zu legen (Indochinatravels). Die Reiseleiter vor Ort (jedenfalls unsere) gehen zudem auf alle Wünsche und Anliegen ein – sind freundlich, hilfsbereit, umsichtig, pünktlich – ja einfach klasse!